Gebündelte Kräfte für den bio-dynamischen Landbau

Bisher gab es zwei Vereine zur Unterstützung des Öko-Landbaus: der eine war die “Fördergemeinschaft für Umweltpflege durch biologisch-dynamischen Landbau e.V. (FGU)”, der zweite die “Gemeinnützige Treuhand Landwirtschaft (GTL)”. Die Fördergemeinschaft verarbeitete und verbreitete Informationen rund um die biologisch-dynamische Landwirtschaft, deren Produkte unter dem Label “DEMETER” bekannt sind, und vor allem sammelte sie durch Spenden und Mitgliedsbeiträge Fördermittel für Forschungsprojekte. Die GTL verteilte diese Gelder an sinnvolle und erfolgversprechende Projekte der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Neu ist: die beiden Vereine haben sich im Frühjahr 2011 zu einem zusammengeschlossen. Diese “Verschmelzung”, wie sie es nennen, spart Verwaltungskosten und macht die Arbeit effektiver. Der Name des neuen Vereins:

“Fördergemeinschaft für Biologisch-Dynamische Landwirtschaft”

Die Aufgaben sind die gleichen geblieben, können jetzt aber zügiger erfüllt werden:

  • finanzielle Förderung von Forschung, Beratung (vor allem bei Umstellung) und Entwicklung,
  • Aufklärung über eine natur- und menschengemäße Landwirtschaft, Nahrungsmittelerzeugung und Ernährung,
  • Vermittlung von Kontakten zwischen Erzeugern, Handel und Verbrauchern.

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft besteht bereits seit 1924 und ist damit die erste ökologische Bewegung überhaupt. Die Fördergemeinschaft wurde 1981 gegründet und hat in den letzten dreißig Jahren mehr als 520 000 EUR an Spendengeldern im wahrsten Sinne des Wortes fruchtbringend vermitteln können.

Der Sitz des Vereins ist in Wiesbaden.
Kontakt: Renate Lendle, Hundsgasse 8, 65205 Wiesbaden,
Telefon 0611- 718598, E-Mail: info@fg-umweltpflege.de

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Eine Pionierin für Ernährung und Qualitätsforschung – Zum 20. Todestag von Elisabeth Hälsig

Ist es nicht erstaunlich, welch lebende Zusammenhänge und praktische Erwägungen sich auftun, wenn bei der Zubereitung der Nahrung nicht nur die bis ins Unübersehbare gehende chemisch-physikalische Betrachtungsweise ins Auge gefasst wird, sondern auch die wachstums- und formbildenden Prozesse der Pflanze.

Diese Worte Elisabeth Hälsigs (1924-1990) umreißen bereits einen Teil ihrer Arbeit. Die Ernährung von ihrer praktischen Anwendung in der Familie, aber auch im Verständnis der naturwissenschaftlichen und anthroposophischen Hintergründe lag ihr am Herzen. So verband sie das Ausarbeiten von Rezepten und das Halten von Ernährungsvorträgen.

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Elisabeth Hälsig – eine engagierte Demeter-Verbraucherin

In ihren letzten 10 Lebensjahren kristallisierte sich für Elisabeth Hälsig ein weiteres zentrales Thema ihrer Arbeit heraus. Viele Kochkurse, die sie zunächst im Rahmen des  Wiesbadener Prießnitz-Kneipp Vereines durchführte, ihre intensive Beschäftigung mit Fragen der Ernährung weckten in ihr die Überzeugung, dass der biologisch-dynamische Anbau die höchste Qualität unserer Lebensmittel hervorbringt. Damals allerdings, in den 70er Jahren, gab es noch wenige Demeter-Betriebe, vor allem gab es kaum Berater, die den Bauern in der Umstellungsphase zu Seite standen. Eine öffentliche Förderung des ökologischen Landbaus wurde erst später eingerichtet.

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